Der Keller Tolkien liest vor Glǽmscribe Mathoms Neuigkeiten
Quenya Sindarin Telerin Qenya Noldorin
Adûnaïsch Westron Khuzdul Schwarze Sprache Valarin
Altenglisch – Tolkien Altenglisch Mittelenglisch
Gotisch Altnordisch Finnisch Walisisch Latein
Glǽmscrafu – Tolkiens Sprachenkeller
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ein eifriger Leser von John Reuel Ronald Tolkien kann übersehen, dass das Sprachelement eine wesentliche Rolle bei der Erschaffung seiner fiktionalen Welt gespielt hat und dass der Beruf des Philologen sein Werk beeinflusst hat. Philologie lässt sich etymologisch als Liebe zu den Wörtern definieren, und in diesem Sinn war Tolkien im höchsten Grade Philologe. In der Lautgestalt von Sprachen fand er eine erhebliche Quelle ästhetischen Genusses; es ist bedeutsam, dass er von ihr zuweilen wie von einer Verkostung sprach. Als er im Aufsatz English and Welsh (in der Sammlung Die Ungeheuer und ihre Kritiker veröffentlicht, aber leider nicht in der deutschen Übersetzung) von der Befriedigung erzählt, die ihm das Erlernen bestimmter Sprachen um ihrer selbst willen bereite, merkt er diesbezüglich an, ein treffenderer Ausdruck wäre das „Verkosten“ der Sprachen. In einem wichtigen Brief an W. H. Auden beschreibt er seine Begegnung mit dem Finnischen mit Ausdrücken der Önologie:
Es war wie die Entdeckung eines kompletten Weinkellers gefüllt mit Flaschen eines wunderbaren Weins von Art und Geschmack nie zuvor gekostet. Ich war durchaus trunken.
Brief Nr. 163 (Humphrey Carpenters Ausgabe).
Wenn auch alle, die Tolkien gelesen haben, verschiedenen Namen, Ausdrücken oder kurzen Texten in einigen seiner erfundenen Sprachen begegnet sein werden, so dürfte es ihnen dennoch schwer fallen, sich ihren Stil und insbesondere ihren Klang vorzustellen. Also haben wir seit 2006 in Glǽmscrafu – den Glitzernden Grotten – unseren kleinen Sprachenkeller eingerichtet, um das Verkosten zu ermöglichen. Jede Sprache wird durch eine Auswahl von veröffentlichten Texten veranschaulicht, umgeschrieben in die von Tolkiens erschaffenen Schriftsysteme und begleitet von Tonaufnahmen. Für einige nur spärlich belegte Sprachen haben wir zum Teil mit einfachen Wortlisten vorlieb nehmen müssen. Die angegebenen Übersetzungen sind nicht unbedingt wortgetreu; sie sind in erster Linie gewählt oder verfasst worden, um die Texte zu erklären. Wir möchten auch einen kleinen Einblick in einige Sprachen aus unserer Welt gewähren, die Tolkien beeindruckten und ihm als Inspiration dienten: Altenglisch, Mittelenglisch, Gotisch, Altnordisch, Finnisch, Walisisch und Latein. Für diese präsentieren wir eine Auswahl, die Gebete sowie für Tolkien bedeutungsvollen literarische Texte umfasst und – falls angebracht – einige seiner eigene Kompositionen in diesen Sprachen. Ihre Umschriften orientieren sich an an historischen Schreibweisen.

Die Neulinge auf diesem Gebiet können auch unsere kurze Einführung zu J. R. R. Tolkiens Sprachen und Schriften durchlesen.

Im Laufe der Jahre haben wir Glǽmscrafu um neue Texte und Sprachen erweitert, den Transkriptor Glǽmscribe entwickelt, um den Gebrauch von Tolkiens erfundenen Schriften leichter zu machen, und den zwei ursprünglichen Sprachen der Website, Französisch und Englisch, diese Version hier auf Deutsch beigefügt. Sie ist noch nicht ganz fertig, aber wir sind sicher, dass Sie sie schon schätzen werden. Unser Deutsch mag auch manchmal etwas seltsam klingen: es ist also doch nicht unsere Muttersprache, und wir haben selten Gelegenheiten, es in den Alltag zu üben. So bitten wir Sie um Ihr Verständnis! Wir möchten besonders J. Mach Wust, dem Autor von Tengwar Info und Mitbegründer des Free Tengwar Font Project, und Roman Rausch, dem Autor von Sindanórië, für ihre Ratschläge und das Korrekturlesen danken, das sie angefangen haben. Und wenn Sie uns auch helfen oder Fehler berichten wollen, bitte !

Wir möchten den folgenden Leuten auch danken: Viel Spaß beim Besuch!
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Bertrand Bellet und Benjamin Babut

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Letzte Aktualisierung der Website: 25. März 2017. Kontakt: